Über uns

In der Branche von Martin Zentgraf ist Feinfühligkeit nicht nur in den Händen gefragt: »Unsere Kunden befinden sich in seelischen Ausnahmesituationen, sie haben einen lieben Menschen verloren, das verlangt einen gefühlvollen Umgang«, sagt der Laufacher Steinmetz- und Steinbildhauermeister, dessen Unternehmen seit nunmehr 50 Jahren Grabmale herstellt.

Wenn Zentgraf, dessen Vater Ludwig gemeinsam mit Kompagnon Herbert Schulze 1960 eine gemeinsame Firma gegründet hat, über seine Kunden und deren Wünsche spricht, quillt ihm das Herz über. Dass er und seine Verkäufer immer wieder trösten, zuhören, der Trauer der Besucher ihren Lauf lassen müssen, ist für ihn selbstverständlich. »Wir verkaufen hier keine Autos, sondern Orte der Erinnerung, an denen Trauer zugelassen und verarbeitet werden kann«, beschreibt er sein kreatives Metier.
Vater Ludwig, der 2004 im Alter von 70 Jahren starb, hatte den Firmenschwerpunkt anfangs auf Fensterbänke, Treppenstufen und Grabeinfassungen gelegt, hergestellt aus rotem und weißem Sandstein, Granit oder Marmor. Als Mitbegründer Schulze Ende der 1970-er Jahre in Rente ging, führte Ludwig Zentgraf den Meisterbetrieb in der Hainer Hüllingstraße alleine weiter. Sein Sohn Martin legte 1982 die Meisterprüfung an der Aschaffenburger Steinmetzschule ab und übernahm gemeinsam mit Bruder Horst 1986 die Firma.

Zwei Geschäftsbereiche
Zwei Geschäftsbereiche kristallisierten sich heraus, die 2001 rechtlich getrennt wurden: Horst Zentgraf siedelte aus Platzgründen mit dem Bereich Bauwesen und Natursteinzentrum ins Laufacher Gewerbegebiet um. Martin Zentgraf konzentriert sich seitdem ausschließlich auf die Produktion von Grabmalen.
Unter seinen 20 Mitarbeitern sind zahlreiche Familienmitglieder. Sohn Sebastian legte 2005 bereits mit 22 Jahren seine Meisterprüfung als Steinmetz und Steinbildhauer ab, Tochter Manuela kümmert sich gemeinsam mit ihrer Mutter Martina um die Verwaltung. Schwiegersohn Martin Hock und Martin Zentgraf jüngerer Bruder Rainer sind überwiegend im Außeneinsatz.
Auf den 8000 Quadratmetern Fläche, die der Fachbetrieb im Laufacher Ortsteil Hain nutzt, dominiert seit zwei Jahren das neue Ausstellungs- und Bürogebäude. »Wir brauchten eine angemessene Umgebung für unsere vielen Hundert Steine, Muster und das umfangreiche Grabzubehör«, begründet Martin Zentgraf den imposanten Bau mit viel Glas, der mit Naturstein verkleidet ist. Hier ist Raum und Ruhe für die individuellen Gespräche mit den Trauernden.

Trend zu individuellen Formen
Zeitgeist zeigt sich auch bei der Grabgestaltung: Beherrschten vor einigen Jahren noch klassische, rechteckige Steine vorwiegend aus dunklem schwedischem Granit die Grabstätten, geht heute der Trend zu individuellen Formen und Materialien, erklärt Zentgraf. Satinierte und polierte Oberflächen stehen nebeneinander, oft sind die Steine zweigeteilt, schlanke Stelen sind stark im Kommen.
»Wir fertigen alle Grabmäler vor Ort und lassen nichts im Ausland produzieren«, darauf legt der Chef Wert. Zentgraf hat sich, das zeigt auch ein Blick in das mit Hunderten Beiträgen gefüllte Gästebuch im Internet, weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Was Martin Zentgraf aber in Rage versetzt, sind anonyme, aufgelassene und nicht mehr genutzte Grabstätten, Angehörige, die »Familiengräber einfach so aufgeben«. Urnenwände oder Friedwälder sind für den Handwerksmeister keine angemessenen Orte, Trauer zu verarbeiten und Erinnerungen zu bewahren.
Vor ein paar Jahren hat Zentgraf deshalb mit befreundeten Firmen aus der Branche den Bund deutscher Grabsteinhersteller (BDG) gegründet, um Ideen auszutauschen und seine Vorstellungen von Trauerkultur bekanntzumachen.
Das oft angeführte Argument mangelnder Zeit für die Grabpflege lässt Zentgraf nicht gelten: »Man kann alles pflegeleicht anlegen und trotzdem einen individuellen Platz für einen Verstorbenen gestalten.

Außergewöhnliche Vielfalt
Ludwig Zentgraf und Herbert Schulze gründeten 1960 die Firma Schulze & Zentgraf. Seit über 50 Jahren produziert der Meisterbetrieb im Spessart, in der bereits dritten Generation.

Für jeden Traueranlass findet sich in den großflächigen Ausstellungsräumen des Neubaus die passenden Accessoires, um ein würdevolles Andenken zu bewahren. Ob in prächtiger oder eher sachlicher Ausführung, für die Zierde einer Grabanlage bietet die Ludwig Zentgraf GmbH stets eine große Auswahl an Figuren, Ornamenten, Motiven, Leuchten, Schrifttypen an und kreiert auch ganz individuelle Grabsteine und Grabeinfassungen je nach Kundenwunsch.

Zu Beginn wurden Fensterbänke, Treppenstufen, Grabeinfassungen aus Kunststein in einer Scheune gestampft bzw. gefertigt. Bereits nach kurzer Zeit wurde auch die Produktion von Grabsteinen aufgenommen. Schnell wurden die Zentgraf-Grabsteine bis weit über den Spessart hinaus bekannt und angefragt.

 

Auf dem Tisch sitzen Niklas Zentgraf und Marie Hock, auf den Stühlen dahinter (von links) Martina, Eli und Martin Zentgraf. In der dritten Reihe stehen (von links) Finn, Sebastian und Kirsten Zentgraf sowie Manuela und Martin Hock. Foto: Harald Schreiber

 

Ende der 70er Jahre ging Mitbegründer Herbert Schulze in Rente. Von nun an führte Ludwig Zentgraf die Firma alleine weiter. Sein Sohn Martin legte 1982 die Meisterprüfung ab und übernahm zusammen mit seinem Bruder Horst die Firma im Jahre 1986. Es folgte die Umwandlung in die Ludwig Zentgraf GmbH.

Die Brüder investierten in neue und moderne Maschinen und erweiterten die Firma zu ihrer jetztigen Größe. Eine immer stärke Nachfrage auch im Bereich Bauwesen (Treppenanlagen, Fensterbänken, Fassaden etc.) machte aus Platzgründen ein Trennung der Bereiche erforderlich. So gründetet Horst Zentgraf am 1.1.2002 seine eigene Firma, die Horst Zentgraf GmbH in Laufach.

Martin Zentgraf und seine 20 Mitarbeiter konzentrieren sich seitdem ausschließlich auf die Produktion von Grabmalen. Damit hat sich die Ludwig Zentgraf GmbH einen Namen im Rhein-Main-Gebiet erarbeitet.

So ging auch ein ganz besonderer Auftrag an Martin Zentgraf und sein Team. Sie sollten die größte Grabanlage der Neuzeit auf dem Friedhof von Mainz-Gonsenheim planen und realisieren. 2005 wurde schließlich die Grabanlage mit einer Länge von 6,60 Metern und einer Breite von 2,50 Meter gesetzt!

Ebenfalls im Jahr 2005 hat der Junior, Sebastian Zentgraf, seine Meisterprüfung in der Steinmetzmeisterschule in Aschaffenburg, im Alter von nur 22 Jahren, mit Erfolg abgeschlossen. Ein Grund mehr, stolz auf das geleistete zu sein und voller Zuversicht die kommenden Aufgaben zu meistern.

Ein Stab an zuverlässigen Mitarbeitern sorgt in der hauseigenen Fertigung stets dafür, dass die eingegangenen Aufträge zuverlässig ausgeführt und umgesetzt werden.

Selbst knifflige Gravuren und besondere Bildhauerarbeiten stellen keine Probleme für den Meisterbetrieb aus Hain dar. Als Schöpfer kreativer Natursteinarbeiten ist der Juniorchef, Steinmetz- und Steinbildhauermeister Sebastian Zentgraf, bereits in zahlreichen Künstlerkreisen ein Begriff.

Das Unternehmen präsentiert sich als gut funktionierender Familienbetrieb, in dem bereits die 3. Generation aktiv ist.

Kompetent und einfühlsam gehen die Fachleute auf ihre Kunden ein, denen sie ganz persönlich zur Seite stehen. Neben dem Geschäftsführer selbst ist es Gunar Leidlein, der als Kundenberater die vielen Möglichkeiten aufzeigt, die der Grabmal-Spezialist aus Hain anbietet.